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JIDDISCHE LIEDER |
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Amol is gewen
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Jiddische Lieder und ostjüdische Musik mit Annegret Ade und Ulrich Singer
Es war einmal…- so könnte man die ostjüdische Musik überschreiben, denn sie entstammt einer untergegangenen Welt. Über ganz Osteuropa siedelten sich seit dem Mittelalter Juden aus Mitteleuropa an, die ihre eigene Musik mitbrachten. Im Laufe der Zeit vermischten sich Klänge aus der Synagoge mit der Volksmusik des Landes, und so entstand eine eigenständige Musik, die das oft armselige jüdische Leben in Osteuropa in guten und noch mehr in schweren Zeiten widerspiegelt: die Süße der Rosinen und der bittere Geschmack der Mandeln.
Bei vielen Liedern – sie können über hundert Jahre alt sein – kennt man weder Textverfasser noch Komponist. Sie erzählen von Schmerz, Liebe, Sehnsucht, Trauer, Melancholie. Besonders die Lieder, die während der Herrschaft des Nazi-Regimes in den Ghettos der großen Städte entstanden, sprechen von Verzweiflung und Ohnmacht, aber auch vom Willen zum Widerstand und der Hoffnung auf eine bessere Welt.
Wer heute jüdische Musik zum Klingen bringt und wer sie hört, hält die Erinnerung an die einzigartige, von menschlicher Grausamkeit zerstörte ostjüdische Welt wach.
(Annegret Ade)
Aktuelles Programm
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Dr. Annegret Ade, geb.1964, beschäftigt sich schon seit zwanzig Jahren intensiv mit jüdischer Kultur allgemein und mit jüdischer Musik im Besonderen. Über die Jahre gab sie in unterschiedlicher Besetzung Konzerte im südwestdeutschen Raum. Neben zwei abgeschlossenen Theologiestudien mit dem Schwerpunkt des christlich-jüdischen Dialogs studierte sie in Heidelberg Kunstgeschichte und Philosophie an der Hochschule für Jüdische Studien und Grundlagen der Jiddistik an der Germanistischen Fakultät. Ihre Ausbildung am Heidelberger Institut für Sprecherziehung und am Badischen Konservatorium Karlsruhe im Fach Violine haben ihre Interpretation der jüdischen Musik sehr unterstützt.
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